Absentia feiert Comeback bei Netflix: Warum die Serie plötzlich wieder durchstartet
Still und leise schiebt sich Absentia in dieser Woche wieder weit nach oben in die Netflix-Charts – in Deutschland, aber auch in mehreren europäischen Ländern. Die Thriller-Serie mit Stana Katic ist eigentlich schon längst abgeschlossen, doch der Algorithmus spült sie nun doch noch erneut nach oben. Ganz überraschend kommt das für uns nicht: Dass ältere Serien plötzlich wieder deutlichFahrt aufnehmen, passiert schon häufiger. Hier aber scheint sich gerade ein kleiner Perfect Storm anzubahnen. Wir von fernsehserien.tv erklären, warum.
In den aktuellen deutschen Netflix-Top-10 liegt Absentia je nach Tageszeit zwischen Platz 3 und 6. Bei FlixPatrol taucht die Serie zudem in über 20 Ländern wieder unter den populärsten Titeln auf – ein klarer Hinweis darauf, dass hier nicht nur Zufall im Spiel ist. Viele Zuschauer scheinen derzeit gezielt nach düsteren, kompakten Thrillerformaten zu suchen. Und genau da liefert die Serie das, was gefragt ist: hohes Tempo, viel persönliche Tragik und das klassische „Was ist mit ihr passiert?“-Rätsel.
Der Plot ist schnell erzählt: FBI-Agentin Emily Byrne verschwindet spurlos, wird Jahre später völlig entkräftet gefunden – ohne Erinnerung daran, was mit ihr geschehen ist. Kaum zurück im Leben, wird sie erneut in Verbrechen verwickelt und läuft irgendwann selbst Gefahr, als Täterin zu gelten. Das ist altbekanntes Thrillerterritorium, aber die Serie spielt es konsequent aus. Stana Katic trägt den Stoff mit viel Anspannung und rauer Präsenz, was Fans immer wieder hervorheben.
Auf Social Media fällt besonders ein Ton auf: Viele Zuschauer sprechen davon, dass die Serie „packender ist, als sie es erwartet hätten“. Andere loben den durchgehenden Druck, der über drei Staffeln hinweg kaum nachlässt. Natürlich gibt es auch kritische Stimmen, die den Handlungsverlauf der dritten Staffel als etwas überdreht beschreiben – aber genau das erscheint für andere eben als Plus. „Endlich mal ein Thriller, der nicht auf halbem Weg einschläft“, liest man häufiger. Das dürfte Netflix freuen.
Warum also gerade jetzt der Aufschwung? Ein Grund ist die Saisonlage: Im November und Dezember funktionieren kompakte Crime-Titel immer außerordentlich gut. Viele beginnen mit Weihnachtssendungen, merken dann aber, dass sie doch noch etwas Düsteres brauchen – und schon taucht Absentia in den Vorschlägen auf. Außerdem ist Stana Katic durch ihre Präsenz in älteren Serien wie Castle weiterhin ein Zuschauerzugpferd. Wer sie mochte, klickt fast automatisch. So einfach ist das nun mal manchmal.
Ob sich dieser Trend länger hält, bleibt abzuwarten. Aber der Moment gehört Absentia – und die Serie zeigt gerade eindrucksvoll, wie stark gut erzählte Thriller auch Jahre nach ihrem Ende noch einschlagen können.
29.11.2025, Redaktion Fernsehserien.tv


