Fernsehserie
Bad Influencer
Daten und Fakten zur südafrikanischen Serie
Inhaltsangabe
Bad Influencer erzählt die Geschichte der alleinerziehenden Mutter BK, die mit ihrem Sohn in bescheidenen Verhältnissen lebt. Um ihre Schulden zu begleichen, fälscht sie Designer-Handtaschen – bis sie auf die selbstverliebte Influencerin Pinky trifft. Gemeinsam gründen sie ein riskantes Online-Geschäft, das schnell außer Kontrolle gerät. Zwischen Polizei, Schmugglern und falschen Freunden wächst der Druck, während beide lernen, dass Ruhm und Geld selten ehrlich verdient sind. Der Ton schwankt zwischen Krimi, Satire und Gesellschaftsdrama – mit einem feinen Gespür für Tempo und Figuren. Besonders die Darstellung des digitalen Scheinlebens wirkt entlarvend echt.
↑ Zurück zum MenüKritik & Rezension
Bad Influencer ist kein typischer Social-Media-Thriller, sondern eine erstaunlich geerdete Geschichte über Verantwortung und Versuchung. Die Serie glänzt durch starke Frauenrollen, pointierte Dialoge und ein ehrliches Gespür für den südafrikanischen Alltag. Besonders Jo Anne Rayneke liefert als BK eine überzeugende, vielschichtige Leistung zwischen Härte und Verletzlichkeit. Die Inszenierung bleibt realistisch, ohne glamouröse Filter – und genau das macht sie glaubwürdig. Manchmal verliert sich der Plot etwas im Tempo, doch das emotionale Zentrum bleibt klar erkennbar. Für die Verbindung von Spannung, Gesellschaftskritik und Humor vergibt fernsehserien.tv 79 von 100 Punkten.
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Originaltitel: Bad Influencer
Produktionsland: Südafrika
Erstausstrahlung: 31.10.2025 (Netflix)
Staffeln: 1
Folgen: 8
Genre: Drama, Kriminalserie
Regie: TBC (Netflix South Africa Production)
Hauptdarsteller: Jo Anne Rayneke, Cindy Mahlangu, Mandisa Nduna, Thembinkosi Mtembu, Tina Jaxa
Weitere Besetzung: Nat Ramabulana, Kamohelo Pule, Modise Motaung, Julia Anastasopoulos, Lerato Nxumalo
komplette Besetzung
Streaming-Plattform: Netflix
Trailer
Bad Influencer entstand unter der Regie von Keitumetse Qhali und Ari Kruger im Auftrag von Netflix Südafrika. Produziert wurde die Serie von Gambit Films, einem der führenden Studios des Landes, das bereits mit Formaten wie Blood & Water oder Unseen internationale Aufmerksamkeit erlangte. Die Schöpferin Kudi Maradzika entwickelte das Konzept nach ihrer Teilnahme am „Netflix Episodic Lab Africa“ und fungierte gemeinsam mit Nosipho Dumisa-Ngoasheng, Bradley Joshua und Benjamin Overmeyer als ausführende Produzentin.
Gedreht wurde größtenteils in städtischen Umgebungen Südafrikas, wobei die Produktionsfirma auf authentische Kulissen statt Studioaufbauten setzte. Die Kameraarbeit betont Kontraste zwischen Glanz und Armut, was die Diskrepanz der Social-Media-Welt treffend widerspiegelt. Ziel war es, den Lifestyle südafrikanischer Metropolen realistisch einzufangen – ohne künstliche Filter, wie sie in der Influencer-Welt üblich sind.
In Interviews betonten die Macher, dass die Serie ein Gleichgewicht zwischen Unterhaltung und Gesellschaftskritik finden sollte. Der Look orientiert sich an internationalen Netflix-Standards, kombiniert aber südafrikanische Farb- und Lichtästhetik. Auch in der Besetzung setzte man bewusst auf lokale Schauspieler mit Social-Media-Erfahrung, um den Bezug zur digitalen Kultur glaubwürdig darzustellen.
Auffällig ist die dichte Zusammenarbeit zwischen den Kreativen vor Ort und Netflix International. Während Gambit Films die Dreharbeiten koordinierte, sorgten internationale Berater für die visuelle Konsistenz und technische Qualität. Herausgekommen ist eine Produktion, die nicht nur spannend erzählt, sondern auch einen Blick auf den modernen urbanen Alltag in Südafrika wirft – roh, ehrlich und überraschend nah am echten Leben.
Die Dreharbeiten zu Bad Influencer fanden überwiegend in Johannesburg statt, das als urbane Kulisse den Ton der Serie prägt. Zahlreiche Szenen zeigen die pulsierende Großstadt mit ihren Gegensätzen – von gläsernen Hochhausfassaden bis zu engen Straßenmärkten und Außenbezirken. Damit spiegelt die Serie visuell die Kluft zwischen Luxus und Alltagsrealität wider, die auch thematisch im Mittelpunkt steht.
Ein Teil der Aufnahmen entstand nach Angaben südafrikanischer Medien im Umfeld von Soweto und im Geschäftsviertel Sandton, wo die luxuriöse Seite des digitalen Lebens inszeniert wird. Für Innenaufnahmen nutzte die Produktion echte Apartments und Boutiquen, anstatt Studioaufbauten – um die Authentizität des südafrikanischen Stadtlebens zu bewahren.
Ergänzende Szenen wurden mutmaßlich in Pretoria und Umgebung realisiert, insbesondere für Straßenszenen und Sequenzen mit Behördensettings. Die Postproduktion erfolgte in Kapstadt bei Gambit Films, das bereits für mehrere Netflix-Formate verantwortlich war.
Visuell setzt Bad Influencer auf klare Kontraste: helle, durchgestylte Social-Media-Welten treffen auf die raue, farbgesättigte Realität des Stadtlebens. Die Kameraarbeit nutzt Johannesburg nicht nur als Hintergrund, sondern als erzählerisches Element – die Stadt wird zur dritten Hauptfigur, die den moralischen Fall der Figuren spürbar begleitet.
Jo Anne Rayneke wurde 1988 in East London, Südafrika, geboren. Bekannt wurde sie durch ihre Rollen in The Queen und Uzalo. In Bad Influencer überzeugt sie als BK Bhabekile Msinga mit einer eindringlichen Mischung aus Stolz, Mutterliebe und Überlebensinstinkt. Ihre Darstellung gilt als emotionaler Kern der Serie. Rayneke gilt in Südafrika als feste Größe der Fernsehlandschaft und engagiert sich nebenbei für soziale Projekte zur Unterstützung alleinerziehender Frauen.
Blood & Water: Südafrikanisches Highschool-Drama mit ähnlichem gesellschaftskritischem Ton. Beide Serien zeigen, wie sozialer Druck zu moralischen Grauzonen führt.
Queen Sono: Actionreiche Agentinnenserie mit weiblicher Hauptfigur, die wie BK mit Loyalität und Selbstbehauptung ringt.
Savage Beauty: Ebenfalls von Netflix produziert – greift das Thema Scheinwelt und Macht in der Schönheitsindustrie auf.
Episodenguide
Staffel 1 (2025)
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Hinter den Kulissen
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Besetzung im Detail
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