Supergirl
Daten und Fakten zu dieser TV-Fernsehserie
Daten & Fakten zur Serie Supergirl
Originaltitel: Supergirl
Deutscher Titel: Supergirl
Produktionsland: Vereinigte Staaten
Originalsprache: Englisch
Genre: Science-Fiction, Superheldenserie, Actiondrama
Erscheinungsjahre: 2015–2021
Anzahl Staffeln: 6
Anzahl Episoden: 126
Länge pro Episode: ca. 42 Minuten
Idee / Entwicklung: Greg Berlanti, Ali Adler, Andrew Kreisberg
Produktionsfirmen: Berlanti Productions, DC Entertainment, Warner Bros. Television
US-Sender: CBS (Staffel 1), The CW (Staffeln 2–6)
Deutscher Sender: ProSieben (Staffel 1–2, Free-TV), ProSieben Fun (Pay-TV, spätere Staffeln)
US-Erstausstrahlung: 26. Oktober 2015 (CBS)
Deutsche Erstausstrahlung: 15. März 2016 (ProSieben)
Verwandte Serien: Arrow, The Flash, DC’s Legends of Tomorrow, Superman & Lois (Arrowverse)
Die Serie folgt Kara Zor-El, der Cousine von Superman, die nach der Zerstörung des Planeten Krypton als Teenager auf die Erde gelangt und von der
Wissenschaftlerfamilie Danvers adoptiert wird. Jahre später arbeitet sie in National City als Assistentin der Medienchefin Cat Grant bei CatCo Worldwide
Media und versucht, ihre übermenschlichen Kräfte zu verbergen, um ein normales Leben zu führen. Erst ein beinahe abstürzendes Flugzeug, in dem ihre
Adoptivschwester Alex sitzt, zwingt Kara dazu, ihre Fähigkeiten offen einzusetzen – die Geburtsstunde von Supergirl.
Fortan schützt Kara als Supergirl ihre Stadt vor außerirdischen und menschlichen Bedrohungen und arbeitet dabei eng mit dem Department of Extranormal
Operations (DEO) zusammen, einer Geheimorganisation, für die Alex als Agentin tätig ist und die von J’onn J’onzz alias Martian Manhunter geleitet wird.
Parallel dazu muss Kara ihr Doppelleben organisieren, beruflich bei CatCo Verantwortung übernehmen und privat zwischen Familie, Freundschaften und
Liebesbeziehungen ihren Platz finden.
Im Verlauf der sechs Staffeln weitet sich der Fokus von reinem Superhelden-Action auf gesellschaftliche Themen wie Toleranz gegenüber Außerirdischen,
politische Radikalisierung, Identitätsfragen und Selbstbestimmung aus. Gegner wie Non, Reign oder Agent Liberty stehen für ideologische Konflikte
ebenso wie für physische Bedrohungen, während Kara und ihre Verbündeten immer wieder vor der Frage stehen, wie weit sie für Gerechtigkeit gehen dürfen.
Durch zahlreiche Crossover-Episoden mit anderen Arrowverse-Serien wird Karas Welt zudem in ein größeres DC-Fernsehmultiversum eingebettet.
Inhaltsangabe
Supergirl startete 2015 als Teil der damals wachsenden DC-Serienlandschaft und setzte von Beginn an auf einen deutlich helleren, optimistischeren
Ton als viele andere Superheldenformate. Die Kritiker hoben vor allem Melissa Benoists Darstellung von Kara Danvers hervor, die mit viel Charme,
Verletzlichkeit und Humor eine identifikationsstarke Heldin verkörpert.:contentReference[oaicite:15]{index=15} Die frühen Staffeln erhielten auf
Bewertungsplattformen wie Rotten Tomatoes überwiegend positive Resonanz, insbesondere für den familienfreundlichen Ansatz, die Figurenentwicklung
und das Herz der Serie.
Stärken der Serie liegen in der konsequenten Fokussierung auf Themen wie Familie, Schwesternschaft und Loyalität. Das Verhältnis zwischen Kara und
Alex ist über weite Strecken das emotionale Zentrum und verleiht selbst großen Crossover-Events einen persönlichen Kern. Auch die Einbindung von
Figuren wie Lena Luthor, Nia Nal oder J’onn J’onzz sorgt dafür, dass Supergirl immer wieder moralische Grauzonen ausleuchtet – etwa wenn Technik,
Macht oder Rachefantasien außer Kontrolle geraten. Die Serie wird zudem häufig für ihre Repräsentation gelobt, etwa durch Alex’ Coming-out oder
die Figur Nia Nal, die als erste trans Frau in einer Superhelden-Hauptrolle im US-Network-Fernsehen gilt.
Kritisch angemerkt wurden je nach Staffel der teilweise wechselhafte Einsatz von Effekten, gelegentlich formelhafte „Monster-of-the-Week“-Episoden
sowie etwas überfrachtete Story-Arcs, wenn politische Themen und Superhelden-Plot gleichzeitig erzählt werden. Dennoch gelingt es der Serie über
sechs Staffeln, ihren optimistischen Kern zu bewahren und den Fokus auf Hoffnung, Verantwortungsbewusstsein und Zusammenhalt zu legen.
In unserer Wertung erreicht Supergirl solide 80 von 100 Punkten – eine sehenswerte Superheldenserie für Fans des Arrowverse und Zuschauer,
die eine emotionale, figurengetriebene Alternative zu deutlich düstereren Genre-Vertretern suchen.
Kritik/Rezension
Trailer
Die Entwicklung von Supergirl wurde 2014 von Warner Bros. Television angekündigt, mit Greg Berlanti, Ali Adler und Andrew Kreisberg als
federführenden Kreativen, die zuvor bereits an Arrow und The Flash gearbeitet hatten. Ziel war es von Beginn an, eine weibliche Hauptfigur
im Superheldengenre zu etablieren, die klassische Comic-Motive mit einer modernen Coming-of-Age-Geschichte verbindet. Die Pilotepisode wurde im
Frühjahr 2015 in Los Angeles gedreht, Regie führte Glen Winter, der bereits Erfahrungen im DC-Serienkosmos gesammelt hatte.
Trotz der hohen Produktionskosten der ersten Staffel bei CBS – kolportiert wurden rund drei Millionen US-Dollar pro Folge – entschied sich das
Network zunächst für eine komplette Staffelbestellung.:contentReference[oaicite:26]{index=26} Nach nur einer Staffel wechselte Supergirl
jedoch zum Schwestersender The CW, der bereits Arrow und The Flash beheimatete. Mit dem Senderwechsel ging eine Reduktion des
Budgets einher, gleichzeitig wurde die Serie stärker in das Arrowverse integriert und profitierte von Crossover-Ereignissen wie „Worlds Finest“,
„Invasion!“ und „Crisis on Infinite Earths“.
Hinter den Kulissen war Supergirl auch in puncto Repräsentation wichtig: Die Autoren griffen Themen wie Coming-out, Vorurteile, Fanatismus und
mediale Verantwortung auf. Die Figur Alex Danvers entwickelte sich zu einem der prominentesten lesbischen Charaktere in einer Network-Serie, während
Nia Nal als erste trans Superheldin in einer US-Primetime-Serie von GLAAD und anderen Organisationen positiv hervorgehoben wurde.
Die Serie erhielt mehrere Nominierungen, unter anderem bei den Saturn Awards und GLAAD Media Awards.
Die Produktion der sechsten und letzten Staffel wurde durch die COVID-19-Pandemie verzögert, weshalb der Start auf März 2021 verschoben wurde.
Im September 2020 wurde offiziell bekannt gegeben, dass die Serie nach Staffel 6 enden wird; das Finale lief am 9. November 2021 auf The CW und
schloss den Handlungsbogen um Kara Danvers und ihre Freunde mit einem persönlichen Abschluss der Figuren ab.
Hinter den Kulissen
Die erste Staffel von Supergirl wurde überwiegend im Großraum Los Angeles produziert. Viele Innenaufnahmen entstanden auf dem Gelände der
Warner-Bros.-Studios in Burbank, wo die Sets für CatCo, das DEO-Hauptquartier und Karas Wohnung aufgebaut wurden. Für Außenansichten von National
City griff die Produktion auf typische Stadtkulissen und Skylines der Metropolregion zurück, um eine moderne US-Großstadt zu vermitteln, die sich
visuell von Metropolis und Gotham abhebt.
Mit dem Senderwechsel zu The CW wurde die Produktion ab Staffel 2 komplett nach Vancouver in die kanadische Provinz British Columbia verlagert.
Die Innenstadt Vancouvers dient seither als wichtigstes Stand-in für National City. Ikonische Gebäude wie die Vancouver Public Library, das
Finanzviertel entlang der West Hastings Street oder Plätze wie Hornby Plaza sind in zahlreichen Folgen zu sehen und bilden die Kulisse für
Supergirls Kämpfe gegen Aliens und andere Gegner.:contentReference[oaicite:34]{index=34}
Darüber hinaus wurden für einzelne Szenen und Episoden weitere markante Orte in und um Vancouver genutzt, etwa das Orpheum Theatre, Hafenanlagen,
Brücken und Wohnviertel, die je nach Bedarf als Schauplätze für Straßenschlachten, Demonstrationen oder intime Charaktermomente dienten.
Da auch andere Arrowverse-Serien wie Arrow und The Flash in Vancouver gedreht wurden, finden sich an vielen dieser Drehorte
Spuren mehrerer DC-Produktionen – ein Grund, warum die Stadt sich zu einem beliebten Ziel für Serientourismus entwickelt hat.
Drehorte
The Flash: Die Serie aus dem gleichen Arrowverse erzählt die Geschichte des Forensikers Barry Allen, der nach einem Unfall übermenschliche Geschwindigkeit erlangt. Thematisch und tonal liegt The Flash nah an Supergirl – optimistisch, actionreich und stark auf Teamdynamik ausgelegt. Für viele Fans ist es der perfekte Begleiter, weil Figuren und Handlungsstränge regelmäßig crossoverartig miteinander verwoben sind.
Arrow: Der düstere Grundstein des Arrowverse dreht sich um Millionär Oliver Queen und seinen Kampf als maskierter Vigilant in Star City. Tonal härter als Supergirl, aber durch die gemeinsamen Events und Überschneidungen ein wichtiger Serienpartner. Wer den übergreifenden Handlungsbogen des Universums schätzt, kommt an Arrow nicht vorbei.
Legends of Tomorrow: Die Zeitreise-Abenteuerserie führt ein ungewöhnliches Team aus Helden, Antihelden und Außenseitern zusammen. Sie ist deutlich humorvoller und experimenteller als Supergirl, teilt aber denselben erzählerischen Kosmos und zahlreiche Gastauftritte. Gerade Fans, die das Spielerische am Arrowverse mögen, finden hier viel Wiedererkennungswert.
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Zuschauerkommentare
„Ich mochte besonders die positive Ausstrahlung der Serie. Supergirl hat mir in vielen Folgen einfach gute Laune gemacht.“
„Die späteren Staffeln waren nicht perfekt, aber Melissa Benoist als Kara fand ich immer stark. Eine der sympathischsten Heldinnen im TV.“





